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Das Augenprojekt

Mit der Idee, dass die Augen der Spiegel der Seele wären

aus der Doktorarbeit von Dr. Susanne IVANEK über die Existentielle Psychotherapie
Rezension des Buches von Irving D. YALOM

Zitat: „Die Fähigkeit, darüber entscheiden zu können, Dinge nicht zu tun, wenn wir sie nicht wollen; ein gesteigertes Gefühl für das Leben in der Gegenwart;
eine lebhafte Wertschätzung der elementaren Tatsachen des Lebens:
Wandel der Jahreszeiten, Wind, fallende Blätter;
eine tiefergehende Kommunikation mit geliebten Menschen
weniger zwischenmenschliche Ängste und Besorgnis, zurückgewiesen zu werden.

augsnblicke

 

In einem authentischeren Leben würden wir uns unserer selbst mehr bewusst stellten uns unseren Möglichkeiten und Begrenzungen und der Tatsache der absoluten Freiheit und dem Nichts, doch angesichts dieser Tatsachen haben wir Angst.“ hat die Künstlerin den Text entlehnt, der Ihr Projekt besser beschreibt als sie es selbst könnte.

Besonders die Kommunikation mit geliebten Menschen war der erste Impuls zu diesem multimedialen Fotoprojekt der Künstlerin Christine Dumbsky.

Der Gedanke dem Freund so nahe wie möglich zu sein, da unsere Existenz nur einen
Wimpernschlag lang währt – Wimpernschlag – Auge – Seele.

Zunächst als Gedicht mit der Macht es Wortes konzipiert  („La resonancia de la luz“ – Der Widerhall des Lichts) Welches zu einem Musikstück wird. Danach visualisiert mit der Idee, dass die Augen der Spiegel der Seele wären und der Freund ein Wegbereiter zur Sinnfindung sein kann.

In diesen Spiegel ohne Vorbehalte sehen zu können und eine Reflektion der Freundschaft zu finden war essentiell.

Vorrangiger als die technische Perfektion ist die Tatsache, dass bei diesem Projekt nur der engste Kreis einbezogen wurde um zu gewährleisten, dass die emotionale Tiefe unvoreingenommen sichtbar wird.

Der Widerhall des Lichts – La resonancia de la luz – echo of light

Es ist ein Konzept, daß jede einzelne Mitwirkende, ihre Farben, ihre Lebensart und Befindlichkeit einbezieht,
wobei das Alter komplett im Hintergrund stand. So ist die jüngste 4 und die älteste 78 Jahre alt und doch eint
sie die Freundschaft und eben diese Zeitspanne die ein Menschenleben im allgemeinen umfasst, welches einen
sehr interessanten Spannungsbogen erzeugt.

Ein weiterer wichtiger Punkt war die Idee die Entwicklung des Projektes, die Entstehung und die
Durchführung und Freude an diesem Prozess zu teilen.

Durch all diese Aspekte erhält es eine besondere Magie, die man im Grunde nicht mit Worten erklären muss oder kann.

Text& Photos:  Pressebüro Röhrken
Gedicht/Make-Up/Projektkonzept und Umsetzung:  Christine Dumbsky

Seltsam im Dunkeln zu gehen,
die Nacht ist Dein Begleiter,
keiner kann den anderen sehn,
doch Du suchst immer weiter.

Selbst streift Dich ein Blick oder Wort,
es erhellt Dir nur kurz Deinen Weg,
und ist gleich wieder fort.

So hältst Du Dich an Dir selber fest,
es glimmt manchmal auf ein Gegenüber,
entflammt Deinen Hoffnungsrest,
und geht doch in Asche über.

Grauer Nebel verweht jede Kontur,
verwischt Deine Fährte,
so verliert sich die Spur.

Suchst im Spiegel des Andren einen Hinweis zu finden,
in den Augen des Freundes die Seele zu ergründen,
durch Farbe, Struktur ins Schwarze hinein,
in die Tiefe, den Raum, ins innerste Sein.

Tausend Teilchen lösen sich auf ins Nichts, wie ein Leuchtfeuer in der Brandung,
der Widerhall des Lichts